Samstag, 31. Dezember 2016

The Sewing Oscars 2016

Sehr, sehr gerne lese ich Jahresrückblicke, konnte mich jedoch selber nicht zu einem aufraffen. Umso begeisterter war ich von Ninas  Idee der Sewing Oscars, eine Link Party, zu der jeder seine zusammengefassten Nähprojekte von 2016 verlinken kann.
Nina schlägt ein Grundgerüst vor (kein MUSS!) - ich habe mich gerne daran gehalten. Allerdings habe ich auch ein klein wenig geschummelt. EIGENTLICH sollten nur Kleidungsstücke gezeigt werden, die 2016 auch entstanden sind. Da ich jedoch letztes Jahr keinen Rückblick gezeigt hatte und ich  Essentials aus 2015 noch immer trage, verzeiht Ihr mir hoffentlich?


                                                    https://1.bp.blogspot.com/-9Tdw5s5Xe9g/WFuoBNwvusI/AAAAAAAAEqY/X6Jp_DD-k7QlATWCsLMNw4ySHhMdIKbRACLcB/s320/The-Sewing-Oscars-Logo.jpg



1. Beste/r HauptdarstellerIn - das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück

 Mein erster Gedanke zu dieser Kategorie ganz klar: meine Jeans (im Detail später). Ich trage sie regelmäßig im Wechsel. Täglich jedoch begleiten mich diese Stücke, zu denen ich mittlerweile gedankenlos greife:



Meine Marlborough Bras - ohne sie gehe ich nicht aus dem Haus, gekaufte BHs existieren in meinem Kleiderschrank nicht mehr.
Ebenfalls täglich trage ich meine Minoru - leider auch aus 2015. Es bestand in 2016 einfach keine Notwendigkeit, eine weitere Winterjacke zu nähen.

2. Beste/r NebendarstellerIn - das am besten zu kombinierende Kleidungsstück 


Meine "Uniform" in 2016 - wenn es schnell gehen musste, habe ich zu Shirts, gerne in Kombination zu meinen Tüchern, und Jeans gegriffen. Mein bester Nebendarsteller - immer gut zu kombinieren, schnell zu nähen, ist der Shirtschnitt Lark. Ich habe einige genäht, anscheinend hat es nur dieses Shirt in den Blog geschafft.


                                                              


3. Beste Regie - die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung

Ganz einfache Entscheidung in dieser Kategorie - so schnell wird die Vorgabe "aufwändigste Verarbeitung" kein anderes Kleidungsstück toppen...

                                                              

Meine Alabama-Chanin-Kombi. Ich habe sie im Sommer einige Male tragen können, auch die Waschmaschine ! hat sie sehr gut überstanden.

4. Bester Schnitt - das Lieblingsschnittmuster 

Nun endlich: meine Jeans. Zu den Nominierten  hier gehören: Ginger Jeans, Angel Boocut, Birkin, Morgan Boyfriend.

                                                    

Sieger in dieser Kategorie MUSS die Ginger werden: ich habe drei? vier? im Laufe der Zeit genäht, eine weitere (leider schon seit einigen Monaten..) wartet auf Fertigstellung. 
Allerdings bin ich vom Sitz der Angel Bootcut auch so begeistert, dass sie sich einen Platz in dieser Galerie verdient hat.

5. Bestes Drehbuch - die beste Anleitung bzw. das beste Ebook

 In dieser Kategorie einen eindeutigen Gewinner zu küren, fiel mir besonders schwer. Closet Case Files, Grainline, Waffle Patterns, hey june - sie alle bieten großartige Anleitungen, die meisten verbunden mit Sew-Alongs.

         

Schlussendlich habe ich mich für  Marmelade/Waffle Patterns entschieden - diese Jacke habe ich 2016 bereits zweimal genäht.

 5. Ehrenoscar - das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück

Auch in dieser Kategorie kann ich keinen eindeutigen Sieger küren.

                                     

Den Jumpsuit Eleny/Kibadoo habe ich 2016 sogar in fünffacher Ausfertigung genäht. Er hat die Mädels durch den Sommer, ins Schwimmbad und auch in die Schule begleitet.
Ganz frisch eingezogen ist der Traumanzug -  und seitdem wurde er kaum wieder abgelegt.
Hannas Softshelljacke war im Herbst eine treue Begleiterin, Jutland für den Mann ein ebensolcher Erfolg.
  
7. Goldene Himbeere (Anti Oscar) - der größte Reinfall

Da ich Schnittmuster vor dem Nähen im Netz sehr genau studiere (dies ist auch der Grund, weshalb ich selten aus Nähzeitschriften nähe), habe ich schnitttechnisch keine großen Reinfälle in 2016 erlebt.
Die größte Niederlage jedoch:
 

Wieso bloß trotzen ungewünschte Lackflecken jeder Entfernung? Unser gesprühter Schriftzug ist kaum noch zu erkennen o.O

Meinen lieben Dank an Nina/Vervliest und zugenäht für die Linkparty -  in Ihrem aktuellen Post stellt sie Ihre persönlichen Sewing Oscars 2016 vor, auch die Teilnahmebedingungen werden noch ausführlicher erklärt. Fredi (Seemannsgarn), Bibi (MississBibi), Katja (Nähte von Käthe), Ute (Schneiderherz), Andrea (Fräulein An), Brina (BrinasSewingRoom), Julia (Tuets) sind bereits dabei!

Kommt gut ins Neue Jahr!
XO, Sandra

Dienstag, 27. Dezember 2016

Traumanzug

Lotte & Ludwig.
Zum MeMadeMittwoch am 21.12. zeigte Nina/Vervliest und zugenäht Ihren wunderbaren, kuscheligen Overall. GENAU so einen hatte Hanna sich immer gewünscht. Ihr findet den Fehler??


Drei Nächte.  Um ZWEI von diesen Anzügen zu nähen, logisch.
Stoff, Uni-Sweat, war (relativ) schnell gefunden, das Schnittmuster musste ich anpassen. Meine Mädels tragen leider weder kleiner/ gleich Gr. 116 noch größer/gleich Gr. 34. Hanna ist zum Glück nicht mehr sehr weit von Gr. 34 entfernt,  vor allem an Länge musste ich jedoch einiges wegnehmen: der Schnitt ist auf eine Körpergröße von 1,7m ausgelegt - da sind wir noch lange (??) nicht. Diese Anpassungen werden im Ebook sehr gut erklärt.


Der Anzug ist recht schnell genäht - auf die optionale Poklappe (!) habe ich verzichtet, alle Abschlüsse und der Kordelzug bestehen aus Bündchenware. Die Kapuze ist nicht wie im Ebook vorgesehen gedoppelt, auch hier dient nun Bündchen als Abschluß.



Die Vorderseiten der Oberteile werden mit Bügeleinlage versehen, um ein Ausdehnen zu verhindern. Ich habe mich für Reißverschlussmeterware entschieden - da die Zipper so winzig sind, habe ich ein Bändchen eingefädelt. Im Nachhinein hat Hanna dieses mit einer kleinen Schleife (P.cookery) - Bestandteil unseres unglaublichen Weihnachtsgeschenkes von Sandra/ LilaLotta (DANKE! nochmals) - versehen.
Nina erklärt in einem Tutorial die ordentliche Versäuberung der Reißverschlusskanten mit Hilfe von Ripsband. Ich habe hier darauf verzichtet - sorry, die Zeit...
Hey, zumindest die Kapuzenansatznaht und somit auch die Reißverschlussenden habe ich mit diesem Band verdeckt.


Anzug No. 2 - same in rosa - habe ich nicht vor die Linse bekommen. Er flitzte ständig in neuen Roller Skates an mir vorbei. Wie gut, dass Hanna einen  Sitzsack auf dem Wunschzettel hatte...



Ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtsfeiertage annähernd zufrieden und geruhsam wie Hanna verbracht?

XOXO, Sandra

verlinkt: Creadienstag, HoT

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Auf den Nadeln: Dezember #1




Fingerhandschuhe stricken - ich wäre im Traum nicht auf diese Möglichkeit gekommen.
Bis ich eben jene bei Punktemarie entdeckte. Beim Durchstöbern von ravelry (Vorsicht: sehr! zeitraubend...) habe ich mich in das Modell Treppenviertel Hands von Nicola Susen/ Nicolor Designs schockverliebt.  
Diese Anleitung ist auf Deutsch und Englisch verfasst und beschreibt zusätzlich auch die Herstellung von Fäustlingen und Stulpen. Vier Handschuhgrößen sind enthalten, noch dazu ist sie sehr gut für Sockenwolle geeignet.
Gestrickt habe ich mit 2,25er Nadeln (meine neuen Knitpro Zing - ich bin begeistert!) und Resten meiner Hermione Socken, Filcolana Arwetta Classic.
Keine 50g  (geschätzt ca. 40g?) haben diese Handschuhe verbraucht, das Stricken hat ca. 2 Tage in Anspruch genommen, war aber dank der klaren Anleitung problemlos. 


Hier erkennt man die für die einzelnen Finger stillgelegten Maschen. Ich habe jeden Finger mit drei Nadeln gestrickt, das war handlicher als die üblichen vier. Einzig der Daumen (in linken Maschen) war...zäh. Für diesen Finger habe ich allein schon ca. 1 Stunde gebraucht. Linke Maschen und Nadelspiel passen für mich nicht so recht zusammen...
Was soll´s, der Daumen fügt sich so wunderbar ins Muster ein.
Ich entlasse Euch nun mit einigen Detailaufnahmen:





XOXO, Sandra

verlinkt: Rums, Auf den Nadeln/Maschenfein

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Cheyenne

Immer noch im Strickwahn - es muß schon ein außergewöhnliches Schnittmuster kommen, das mich zur Zeit an die Nähmaschine locken kann. Die Cheyenne Tunic/ Hey June hat dies geschafft. Dieser Schnitt ist am Montag  zusammen mit drei anderen Schnitten bei Annika/ Näh-Connection auf Deutsch erschienen, ich habe ein Designbeispiel genäht.


Die Schnittmuster enthält zwei Versionen: man kann zwischen Hemdblusen-und Stehkragen,  halber und ganzer Knopfleiste, zwei Ärmel- und Shirtlängen wählen. Ärmelriegel, Manschetten, Taschen...eigentlich ist dieser Schnitt ein Bausatz, den man sich nach Belieben zusammenstellen kann. Selbst das Nähen ist ähnlich dem Malen nach Zahlen: die Anleitung ist sehr ausführlich geschrieben, jeder kleinste Schritt wird mithilfe von Detailbildern erklärt. Und dabei habe ich den online Cheyenne-Sew Along erst im Nachhinein entdeckt...


Durch die vielen kleinen Details ist dieser Schnitt recht zeitaufwändig.
Aber hey, dafür ist die Zufriedenheit mit dem Endergebnis umso größer ;)
Ich würde die Cheyenne jedoch beim nächsten Mal eine Nummer größer zuschneiden, sie fällt recht schmal aus.




Den Saum, wie eigentlich alle gerundeten Säume, nähte ich nach diesem Tutorial von Grainline.
Viele weitere Tipps hat Annika in diesem Post vorgestellt. Ich habe ihn mir abgespeichert ;)

XOXO, Sandra

Verlinkt: Rums